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Außergewöhnliches Bauvorhaben feiert Grundsteinlegung

In Köln wird Geschichte geschrieben: Die offizielle Grundsteinlegung des einmaligen Bauprojektes auf dem Clarenbachplatz im Stadtteil Braunsfeld findet statt. Die Bauherren WvM Immobilien + Projektentwicklung GmbH und Friedrich Wassermann GmbH & Co. KG versenken unter den Augen von ca. 150 Gästen die Plombe in den aktuellen Bauabschnitt in der Tiefgarage. Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW sowie Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker sind ebenfalls unter den Gästen und drücken ihre Anerkennung für den Mut der Projektentwickler in ihren Ansprachen aus. „Wir sind stolz, als erste Bauträger Deutschlands Gleise mit Wohnraum zu überbauen und uns einem derart innovativen Projekt zu stellen“, sagt Pierre Seidt, Projektleiter der WvM. Welche Besonderheit das Projekt in Köln ist, zeigt auch die offizielle Adressänderung von Aachener Straße 460 zu Clarenbachplatz 1 bis 4. „Nach vielen Jahren Entwicklungsphase können wir unseren Plänen nun endlich Taten folgen lassen, “ ergänzt Anton Bausinger, Geschäftsführer bei Friedrich Wassermann.

Über eine Länge von 160 Metern überbauen WvM Immobilien und Friedrich Wassermann den Schienenweg. Basierend auf dem Entwurf des Kölner Architekten Matthias Dittmann entstehen 67 Wohnungen und knapp 550 m² Gewerbefläche, verteilt auf drei Häuser. Unterirdisch entstehen 94 Tiefgaragenstellplätze. Um die Erschütterungen des Güterzuges vom Boden und dem Gebäudetrakt bestmöglich zu reduzieren, wurden die Gleise vor Baustart mit einer 50 Zentimeter dicken Betonschicht und mit Gummipolstern unterfüttert. Damit Anwohner und die neuen Bewohner den Bahnverkehr kaum spüren, werden die Wand- und Deckenflächen im überbauten Gleisbereich mit Dämmstoffen belegt. Eine schallabsorbierende, 1,20 m hohe Lärmschutzwand, die parallel zum teilüberbauten Gleis verläuft, sorgt zusätzlich für eine geringe Lärmbeeinträchtigung. „Für uns hat das Thema Sicherheit für die Bewohner und Nachbarn von Anfang an Priorität. In der Planungsphase mussten wir uns besonderen Anforderungen im Bereich Brand-, Schall- und Lärmschutz stellen – die wir nun natürlich alle erfüllen“, erklärt Pierre Seidt. „Vielleicht können wir mit unserem Bauvorhaben andere Projektentwickler ermutigen, innovative Wege zu gehen, um mehr Wohnraum zu schaffen.“

Der Weg bis heute war lang. Seit zehn Jahren arbeiten Anton Bausinger und sein Team bereits an dem Projekt. „Wir haben uns trotz Skepsis und Widerständen durchgesetzt“, sagt Anton Bausinger. „Für mich wird ein Traum zur Realität, wenn wir im Februar 2021 die Fertigstellung feiern.“ Mit Abschluss der Baumaßnahmen, kann der Braunsfelder Wochenmarkt auch wieder auf seinen angestammten Platz zurückkehren.

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